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Verwertung von Batterien

Gerätebatterien

  • Beispiele: Zink-Kohle-Batterien, Alkali Mangan-Batterien, Knopfzellen, Nickel-Metallhydrid-Batterien, Nickel-Cadmium Akkus

    Die Sammlung der Gerätebatterien erfolgt unsortiert. Erst nach der Sammlung werden die Batterien und Akkus in speziellen Einrichtungen sortiert. Sortiert wird in die Batteriegruppen Zink-Kohle/Alkali-Mangan Batterien (Primärbatterien), sowie in Akkumulatoren (Sekundärbatterien), wie Nickel-Cadmium, Lithium-Ion, Nickel-Metallhydrid. Diese Sortierung ist wichtig für die nachfolgende Verwertung, denn je nach Inhaltsstoff der Batterie gibt es unterschiedliche Verwertungsverfahren.

    Die große Herausforderung im Recycling besteht darin, die vorhandenen Schadstoffe (Quecksilber, Cadmium) von den Wertstoffen (vorwiegend Zink, Mangan, Eisen) abzutrennen.

    Primärbatterien
    werden in in einem Drehrohrofen bei rund 70oC thermisch behandelt. Dabei entweichen die Quecksilber- und Cadmiumanteile in die Dampfphase und werden in nachgeschalteten Rauchgaswäschern wieder abgeschieden. Durch die thermische Behandlung werden die Altbatterien von Quecksilber fast vollständig, von Cadmium zu etwa 90% befreit. Nach dem Shreddern, einer Magnetabscheidung und einer Siebung entstehen neben Eisenschrott zink- und manganhältige Reststoffe.
    Der Eisenschrott kann als Sekundärrohstoff in der Eisen- und Stahlindustrie verwendet werden, die zink-manganhältigen Reststoffe werden von Hütten für die Zinkoxidproduktion übernommen. Zinkoxid findet vielfach Anwendung, beispielsweise als Rohstoff für die Zinkelektrolyse, als Zusatz in pharmazeutischen Präparaten, im Bereich der Oberflächenchemie usw.

    Sekundärbatterien
    werden in dafür genehmigten Hütten (thermischer Prozess) je nach Typ speziellen Aufbereitungsverfahren zugeführt, wobei die Rückgewinnung der Metalle (Nickel, Cadmium, Lithium, Blei, Eisen) im Vordergrund steht. Quecksilber wird aus quecksilberhaltigen Bauteilen durch Verdampfung und Destillation rückgewonnen und verwertet, bzw. beseitigt.

Fahrzeugbatterien

  • Beispiel: Starterbatterien für die Automobilindustrie
    Die verbrauchten Akkumulatoren werden komplett mit Säure in ein säuredichtes, überdachtes Lager angeliefert. Bei der anschliessenden Aufbereitung erfolgt in einem Brecher die sortenreine Trennung in die Fraktionen Bleigitter und Bleipaste, Kunststoffseperatoren (Polyethylen, Zellulose), Gehäusematerial sowie Schwefelsäure. Die anfallende Bleipaste wird mit Natronlauge entschwefelt. Hierbei entstehen Bleioxid und Natriumsulfat, so dass in der anschließenden Verhüttung Schwefeldioxidemissionen vermindert werden.

    Verhüttung:
    Bleigitter und die entschwefelte Bleipaste werden in Kurztrommelöfen eingeschmolzen und mit Hilfe von Zuschlagstoffen wird eine niedrigschmelzende deponierbare Silikatschlacke erzeugt. Die weitere Verarbeitung des an den Öfen produzierten Rohbleis erfolgt in der Raffination.

    Raffination:
    In der Raffinerie wird das Rohblei in Kesseln wiederum geschmolzen und die unerwünschten Begleitelemente entfernt. Durch gezielte Zugaben entstehen spezifische Bleilegierungen. Das fertig legierte Blei wird zu Barren gegossen.

Industriebatterien

  • Beispiel: Industriebatterien wie Staplerbatterien oder Akkumulatoren, die unter anderem zur Notstromversorgung verwendet werden.
    In vielen Fällen handelt es sich dabei, wie bei den Fahrzeugbatterien, um Bleisäureakkumulatoren, die ebenso zur Verhüttung in Sekundärbleihütten angeliefert werden.
    Nähere Informationen zum Behandlungsverfahren finden Sie bei den Fahrzeugbatterien.