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Beitrag in elektrojournal.at :

Die Marktführerschaft als Ziel: Timelkam soll Nummer 1 beim Kühlgeräterecycling werden


Umweltfreundlichste Kühlgeräterecyclinganlage Österreichs

ERA setzt bei Kühlgeräten auf qualitativ hochwertige Verwertung bei AVE im oberösterrei-chischen Timelkam.

In den vier Jahren seit dem Inkrafttreten der Elektroaltgeräte-Verordnung im Jahr 2005 wurden in der Kühlgeräterecyclinganlage der AVE im oberösterreichischen Timelkam rund 1,1 Mio. Kühlgerä-te umweltfreundlich verwertet. Dabei wurden rund 440.000 Kilogramm klimaschädliches FCKW, welches 3,1 Mio. Tonnen CO2 Äquivalenten entspricht, erfasst und umweltfreundlich entsorgt.

Die ERA Elektro Recycling Austria GmbH, die in Österreich seit 2005 im Bereich der Entpflichtung von Elektroaltgeräten tätig ist, setzt bei der Verwertung der ihr übergebenen Kühlgeräte seit der ersten Stunde auf die hochqualitative Verwertung bei der AVE.

„Konsumenten, die ihre Kühlgeräte bei einem Händler oder bei einer Sammelstelle kostenlos ab-geben, müssen sicher sein können, dass ihre alten Geräte ordentlich entsorgt und umweltscho-nend recycelt werden. Um hier die höchsten Qualitätsstandards bieten zu können, haben wir uns daher für die Zusammenarbeit mit der AVE und dem Werk in Timelkam entschieden“, so ERA Auf-sichtsrat Ing. Werner Knausz.

ERA steht für Qualität und senkt auch die Tarife
ERA startet neben der Qualitätsoffensive mit Anfang Oktober 2009 auch eine Preisoffensive und gibt so als Non-Profit-Unternehmen ihre Vorteile an die Kunden weiter. Ein Vergleich der Tarife auf dem Markt zeigt, dass ERA ab 1.10.2009 bei Elektrogroßgeräten um bis zu 39 % (bei einer 60 kg Waschmaschine) und bei Kühl-, Gefrier- und Klimageräten um bis zu 26 % (bei einer 50 kg Kühl-gefrierkombination) günstiger ist als andere Anbieter.

RAL-Zertifizierung
Das Ziel einer fachgerechten Entsorgung von Kühlgeräten ist es, das für den Klimawandel mitver-antwortliche Treibhausgas FCKW, das in den Kühleinheiten der Geräte enthalten ist, sorgsam und vollständig zu entfernen. Diese technische Herausforderung ist einerseits die Ursache für unter-schiedliche Qualitätsniveaus bei Kühlgeräterecyclinganlagen. Andererseits werden in diesem Bereich heutzutage zwar viele Verwertungsanlagen hohen Auflagen unterworfen, an einer effizienten Kontrolle fehlt es aber in den meisten Fällen.

Die AVE-Anlage in Timelkam jedoch wurde als einzige Anlage in Österreich mit dem RAL-Gütezeichen „Rückproduktion von Kühlgeräten“ zertifiziert und damit ihre Top-Qualität bestätigt. Das Gütezeichen garantiert den Konsumenten, dass ein Maximum an FCKW aus dem Kältekreis-lauf und aus der Isolierung auch tatsächlich rückgewonnen und umweltschonend entsorgt wird.

Die zwei Kernpunkte der RAL-Prüfungen sind ein jährlicher Leistungstest der Anlage und darüber hinaus die Kontrolle der Stoffstrombilanzen, also die Prüfung, ob über das komplette Jahr hinweg dieselbe Leistung erbracht wird wie beim jährlichen Leistungstest.

„Für mich ist diese das gesamte Jahr umfassende Kontrolle der Stoffströme sogar wichtiger als der jährliche Leistungstest. Denn leider trifft es bei vielen Betreibern zu, dass beim jährlichen Leistungstest die Anlage auf qualitativ hohem Niveau zu Lasten hoher Durchsatzleistungen betrieben wird. Danach gilt – meist aus Kostengründen – aber wieder: Quantität vor Qualität. Das hilft dem Klima nun wirklich nicht. Denn der Gefahr, dass Unmengen FCKW freigesetzt werden, weil man es nun nicht mehr so genau nimmt, ist dann Tür und Tor geöffnet. Daher fordern wir von RAL seit langem die lückenlose Kontrolle eines kontinuierlichen Stoffstrommanagements ein“, sagt Christoph Becker, Geschäftsführer der RAL-Gütegemeinschaft Rückproduktion von Kühlgeräten.

Dieser Umweltaspekt wird angesichts der Tatsache noch bedeutender, als nach Schätzungen von Fachleuten in Europa noch ca. 200 Millionen Altkühlgeräte mit einem Bestand von mehr als 80.000 Tonnen FCKW in den Haushalten stehen. Das entspricht einem CO2 Äquivalent von unglaublichen 566 Millionen Tonnen. Die Folgen einer unsachgemäßen Behandlung wären katastrophal.

Technische Aufbereitung auf höchstem Niveau
Die gesetzlichen Vorschriften beim Recycling von Kühlgeräten sehen eine rohstoffliche Verwertung von mindestens 80 % und eine mehr als 90-prozentige FCKW Erfassung vor. Um das zu errei-chen, erfolgt bei AVE die Aufbereitung in zwei Stufen. Zuerst werden das Kühlmittel, FCKW und Öl abgesaugt und anschließend wird der Kompressor entfernt. Die bei diesem Vorgang erzielte Er-fassungsmenge an FCKW liegt signifikant über den gesetzlichen Vorgaben. Insgesamt werden 93,9 % der im Kühlgerätekreislauf enthaltenen FCKW abgesaugt, verflüssigt und danach umweltschonend entsorgt.

In weiterer Folge werden auch mehr als 90 % der in den Isolierschäumen enthaltenen FCKW rückgewonnen. Die im Recyclingprozess anfallenden Rohstoffe wie Stahl, Kupfer, Aluminium, Po-lystyrol und FCKW-freier PUR-Isolierschaum werden in den Wirtschaftkreislauf zurückgeführt. Im Jahr 2008 hat die rohstoffliche Verwertungsquote über alle Kühlgeräte durchschnittlich bereits 86 % betragen.

Die Anlage in Timelkam, die von der AVE gemeinsam mit der USG Umweltservice GmbH betrie-ben wird, gilt daher nicht umsonst als eine der modernsten stationären Kühlgeräterecyclinganlagen der Welt. „Wir sind stolz darauf, als oberösterreichisches Unternehmen diese Vorreiterrolle aus-üben zu können. Das umwelttechnische Know-how, das wir hier bieten können, sichert nicht zu-letzt Arbeitsplätze für die Region“, betont AVE Geschäftsführer Mag. Roland Richter. „Um dies weiter auszubauen, ist es unser erklärtes Ziel gemeinsam mit unserem Partner ERA Marktführer im Bereich des Kühlgeräterecyclings in Österreich zu werden“, so Richter weiter.

 

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